Lebendige Accessoires kreieren, die ein Outfit absolut einzigartig machen – das ist das erklärte Ziel von Jessica Schröder. Die Designerin hat mit Deep Horizon die erste Kollektion ihres Labels MARGOT herausgebracht und mich mit den detailreichen, handgestrickten Ketten überzeugt. Was hinter ihrem Labelnamen steckt und wie sie sich von Illustrationen inspirieren lässt, hat mir Jessica im Interview verraten.
lieb&teuer: Wer bist du und was machst du?
Jessica Schröder: Ich bin Ende zwanzig, habe an der Armgartstraße (HAW Hamburg) Modedesign studiert und mich schon währenddessen auf Strick spezialisiert. Neben dem Studium habe ich mehrere Jahre für das Hamburger Accessoire-Label „the girl and the gorilla“ gearbeitet und war später für eine Weile in New York im Knitwear-Department von „Diane von Furstenberg“, bevor ich im Sommer 2010 das Label MARGOT gründete.
lieb&teuer: Wie bist du auf die Idee gekommen dein eigenes Label zu gründen?
Jessica Schröder: Ich hatte einfach große Lust etwas Eigenes aufzubauen, um das zu tun was mir am meisten Spaß macht: Stricken, Häkeln, Sticken….
lieb&teuer: Warum Margot? Welche Bedeutung hat dein Labelname?
Jessica Schröder: MARGOT hieß meine Oma. Ein etwas altmodischer Name, der meine Liebe fürs Handarbeiten widerspiegelt.
lieb&teuer: Woher nimmst du deine Inspiration?
Jessica Schröder: Ich gehe zunächst immer vom Material aus. Lasse mich von Garnen und deren Farben inspirieren. Ich mache im Vorfeld recht viele kleine Proben, die ich immer weiterentwickle, bis sich für mich ein Bild ergibt und ich mit der Entwicklung der eigentlichen Accessoires beginne. Bei meiner ersten Kollektion „Deep Horizon“ erinnerten mich die Samples unter anderem an Korallen, Quallen und andere Meerespflanzen, da war der Weg nicht weit zu den großartigen Illustrationen von Ernst Haeckel.
Inspirationsquelle: Illustrationen von Ernst Haeckel
lieb&teuer: Wie stellst du dir deine typische Kundin vor?
Jessica Schröder: Während ich an der Kollektion arbeite, habe ich keinen bestimmten Kundentypus im Kopf, da ich mich im Laufe des Designprozesses nicht einschränken möchte.
lieb&teuer: Deine Kreationen sind sehr aufwändig gestaltet. Wie lange dauert der Herstellungsprozess für ein Teil?
Jessica Schröder: In der Produktion dauert die Herstellung der Accessoires je nach Modell 2 bis 3 Tage, die Entwicklung dauert natürlich länger.
lieb&teuer: Welches ist dein Lieblingsstück und warum?
Jessica Schröder: Das ist natürlich immer schwer zu benennen und ändert sich auch wöchentlich. Im Augenblick habe ich Jella sehr gern, da es sich wunderbar zu schlichten Kleidern kombinieren lässt.
Jessicas aktuelles Lieblingsstück: “Jella” (Foto © Claudia Höhne)
lieb&teuer: Wie sehen deine Zukunftspläne aus?
Jessica Schröder: Momentan arbeite ich an der Herbst/Winter-Kollektion 2011/2012. Mitte Februar wird es die ersten Bilder geben. Soviel sei schon verraten, die Produktpalette wird sich um Haarschmuck erweitern.
lieb&teuer: Vielen Dank für das Interview!
Die erste Kollektion von MARGOT ist zurzeit in der Düsseldorfer Fashion Clinic erhältlich.
Bilder via Margot und Not just a label, alle © Claudia Höhne













Ein schönes Interview und von dem Schmuck bin ich als Strickfan natürlich auch begeistert. “Jella” ist auch mein Lieblinsstück, toll.